Beauty Mandy - Wild Bandit

 

die Hitze

Hündinnen werden je nach Rasse zwischen dem 6.und 12. Monat Geschlechtsreif , d.h. sie werden das erste Mal läufig. Die Läufigkeit hat eine Dauer von ca. 19-23 Tagen die Stehtage (Hitze oder heiße Phase) beginnen  ca. ab dem 9. Tag und haben eine Dauer von 5-6 Tagen und ebben dann langsam ab.
Ist die Hündin noch nicht "empfängnisbereit" , wird sie im Normalfall den Rüden abbeißen.
Während der Standhitze signalisiert sie dem Rüden - durch zur Seite wenden Ihres Schwanzes -dass sie bereit ist den Geschlechtsakt zu vollziehen.
Der Eintritt der Läufigkeit zeigt sich durch Blutstropfen aus der Scheide, die Hündin wird sich oft hinten putzen und der äußere Scheidenbereich schwillt an. An der Farbe des Blutes kann man erkennen wie weit die Hündin ist; am Anfang ist das Blut dunkelrot - rückt die Paarungsbereitschaft näher, wird das Blut immer heller und wässriger.
Die Läufigkeit wiederholt sich ca. alle 7 Monate (hier gibt es auch große Unterschiede - angefangen bei Läufigkeit alle 5 Monate bis zur Läufigkeit alle 12 Monate).

Scheinschwangerschaft

Dieser natürliche Vorgang ist auch bei unseren Haushunden noch nicht verloren gegangen.
Bei Hündinnen tritt die Scheinschwangerschaft ca. 30 tage nach der Läufigkeit  ein. Wie bei einer Trächtigkeit werden im Körper der Hündin Schwangerschaftshormone produziert. Es kommt zur Anbildung der Brustdrüsen und sogar zu Milchproduktion. Die Tiere suchen sich "Ersatzbabys" (Stofftiere), bauen Nester und werden manchmal sogar etwas aggressiv.  Bei den Wölfen steht die scheinschwangere Wölfin der Leitwölfin als Leihmutter zur Seite und übernimmt bei Bedarf die Ernährung der Welpen.

 Deckakt

Vollzieht sich bei Hunden in der Regel zwischen dem 10. und 15. Tag der Läufigkeit der Hündin - den sogenannten Stehtagen. Die Hündin kann in dieser Zeit auch mehrmals gedeckt werden.
Nachdem der Rüde auf die Hündin aufgesprungen ist, bildet sich am Penis eine Verdickung, während gleichzeitig in der Scheide der Hündin sich eine ringförmige Einziehung befindet. Dies führt dazu, dass die beiden sich nicht sofort wieder trennen können. Der Rüde steigt nach einiger Zeit von der Hündin, der Penis bleibt aber in der Scheide, Hund und Hündin drehen sich jetzt die Hinterteile zu, bleiben bis zu 45 Minuten miteinander verbunden. Zwar ist dieses "Hängen" nicht unbedingt ein Garant für eine Befruchtung, man nimmt jedoch an, dass die Samenabgabe des Rüden über längere Zeit erfolgt, so dass es durchaus einen Sinn macht, dass Rüde und Hündin auf diese Weise über einen längeren Zeitraum verbunden bleiben. Eine Gewaltsame Trennung in dieser Phase kann zu schweren Penisverletzungen beim Rüden führen.

Trächtigkeit

Das Spermium dringt in die Eizelle ein. Die befruchtete Eizelle wandert vom Eileiter in die Gebärmutter. Nach ungefähr 8 Tagen nistet sich diese in der Gebärmutterschleimhaut ein. Dieser Vorgang des Wandern und Einnistens ist ca. am 18. Tag abgeschlossen und das eigentliche Stadium der Trächtigkeit beginnt. Die Embryonen liegen in einzelnen Fruchtkammern voneinander getrennt. Die Dauer der Tragezeit beträgt im Durchschnitt 63 Tage. Wenn es sich um einen großen Wurf handelt, wird die Tragezeit wahrscheinlich etwas weniger dauern. Dagegen wird ein kleiner Wurf vielleicht länger als 63 Tage getragen. Erste Anzeichen für eine Trächtigkeit könnte das vermehrte Schlafbedürfnis der Hündin sein. Etwa ab der 3. Woche tritt Brechreiz auf und die Hündin zeigt Futtermäkeligkeit bis hin zur Nahrungsverweigerung. Zeitlich fällt diese Appetitlosigkeit und der Brechreiz mit dem Ereignis der Nidation also der Einnistung der befruchteten Eizellen in der Gebärmutter zusammen, weil sich der Stoffwechsel der Hündin auf die veränderten Ansprüche umstellt. Die Milchzitzen verstärken sich und ab der 5. Woche kann man erste Rundungen hinter den Rippenbögen feststellen.

Es ist nicht ganz einfach eine Trächtigkeit festzustellen, weil die äußerlichen Veränderungen wie zum Beispiel die Veränderung der Zitzen oder das vermehrte Schlafbedürfnis auch bei Hündinnen auftreten, die scheinträchtig sind.

Der Tierarzt kann auf verschiedene Weisen eine Trächtigkeit feststellen:

 1. Abtasten (Palpation) des Bauches: möglich am besten am 24. bis 32. Tag, aber Vorsicht dieses Abtasten erfordert große Erfahrung, sonst wird den Föten oder der Hündin geschadet also besser in eine Spezialklinik fahren!!!

2. Ultraschall-Untersuchung: möglich ab dem 28. Tag oder später, gibt keine Auskunft über die Anzahl der Welpen, diese Untersuchung ist unschädlich für die Hündin und die Welpen

3. Bluttest: möglich ab dem 30. Tag

4. Röntgenaufnahme: möglich ab dem 45. Tag, aber ca. erst ab dem 55 Tag lassen sich die winzigen Skelette voneinander abgrenzen, so dass man die Welpenanzahl bestimmen kann, die Hündin wird einer Strahlung ausgesetzt

5. Abhören mit dem Stethoskop: möglich ab der letzten Trächtigkeitswochen, die Herztöne der Welpen sind schneller als die der  

die Geburt

 Mitentscheidend  für einen guten Geburtsablauf ist das absolute Vertrauen der Hündin zu seinem Menschen.
Die Hündin sollte so früh wie möglich mit Ihrer Wurfkiste vertraut gemacht werden.
Keinesfalls sollte die Hündin weggesperrt oder allein gelassen werden.
Wenige Tage vor der Geburt wäre es gut, die Hündin auch nachts in der Nähe zu haben. Einen Tag vor der Geburt werden die Hüftknochen erkennbar, die Bänder der Gebärmutter geben nach und die Welpen werden in Position gebracht. Die Körpertemperatur sollte ca. alle vier Stunden gemessen werden. Die Normaltemperatur bei Hunden liegt bei 38° bis 39°C. Kurze Zeit vor der Geburt findet die Temperatur ihren Tiefstpunkt um die 37°C.

Eindeutige Anzeichen für eine baldige Geburt können sein:
Zunehmende Unruhe
Scharrzwang, Lagerbildung und Aufsuchen des Lagers
Vulva lecken und Ausscheidungen
Hecheln und unsicherer Ausdruck/Abwesenheit
häufiges Schlucken, Zittern, Winseln

Eröffnungswehen setzen ein. Die Vulva ist weich und weißlicher Ausfluss tritt aus. Der Gebärmutterhals beginnt sich zu öffnen, wenn innerhalb der Hündin Muskelbewegungen auftreten. Durch diese Muskelbewegungen werden die Welpen in ihren Fruchtblasen aus den Uterushörnern Richtung Gebärmutterhals geschoben. Auf die Wehenkontraktion hat die Hündin keinen Einfluss. Wenn nach 3 Stunden Hecheln und Eröffnungswehen keine Welpenaustreibung erfolgt, dann sollten Sie einen Tierarzt anrufen, der mit einer wehenfördernden Spritze die Geburt einleitet. Wehenschwäche ist ein Problem bei vielen Hündinnen.  
Wenn der erste Welpe am Gebärmutterhals ankommt, setzen die Presswehen ein, die man sehr gut von den Vorwehen unterscheiden kann. Sie laufen wellenförmig über den Hundekörper. Die Hündin ist zwischen den Presswehen sehr unruhig. Bewegung während der Geburt erleichtert und verkürzt diese. Die Bewegungen erfolgen instinktiv, sie scharrt, dreht sich oder sie macht den Rücken krumm. Alle diese Bewegungen unterstützen die Schiebungen der Welpen auf ihrem Weg in Ihre neue Welt.
Am schwersten hat es der erste Welpe, er muss den anderen den Weg durch das Becken der Hündin bahnen und das Becken dehnen. Wenn der Welpe an dieser engsten Stelle des Geburtsweges angekommen ist, dann stellt die Hündin ihre Rute auf und knickt sie ab der Rutenwurzel bogenförmig nach unten ab, wahrscheinlich um diese Stelle im Becken weiter dehnen zu können. Durch den Muskeldruck kann die Fruchtblase platzen und eine grünliche Flüssigkeit tritt in einem Schwall aus der Scheide aus. Nun beginnt die Austreibungsphase. Das Fruchtwasser macht den Geburtsweg gleitfähig. Der Welpe steckt nun im Geburtskanal fest. Wenn 15 Minuten nach dem Austreten des Fruchtwassers kein Welpe geboren wurde, dann rufen Sie unbedingt den Tierarzt.
Geht alles gut, dann sehen Sie bald eine dunkles Bläschen, die Fruchtblase mit dem Welpen - wenn die Fruchtblase schon geplatzt ist, direkt etwas von dem Neugeborenen. Der Welpe, der noch in der Fruchtblase ist, wird im besten Fall von der Hündin befreit. Mit den Schneidezähnen öffnet sie die Blase und massiert den Welpen mit ihrer Zunge, damit sein Kreislauf in Gang kommt, und er den ersten Atemzug nimmt. Dies erfolgt oft mit einem Schrei oder einem nach Luft schnappen.
Mit dem Welpen oder kurz danach tritt auch die Nachgeburt (Plazenta) aus. Diese wird von der Hündin aufgefressen. Die Plazenta ist als erste Nahrung nach der Geburt von der Natur vorgesehen - sie versorgt die Hündin mit wichtigen Nährstoffen und ist wehenfördernd. Man muss darauf achten, dass alle Plazenten (so viele wie Welpen) ausgeschieden werden. Wenn eine im Körper der Hündin verbleibt, kann es leicht zu einer lebensbedrohlichen Lage führen, weil die Plazenta kurz nach der Geburt anfängt zu verwesen.
Dann oder auch schon davor durchtrennt die Hündin mit ihren Backenzähnen die Nabelschnur. Der zweite Welpe folgt meist recht schnell. Die Intervalldauer von Welpe zu Welpe liegt bei durchschnittlich 45 Minuten. Bei großen Würfen wird die Intervalldauer vielleicht ab dem 7. Welpen etwas größer, weil die Ermüdung der Hündin einsetzt."
Während der Geburt muss man der Hündin immer wieder frisches Wasser zur Verfügung stellen. Sind die Welpen geboren, ist ihr erstes Ziel, eine Zitze zu erreichen. Die beiden Vorderläufe treten gegen die Zitze (Milchtritt) und der Welpe nimmt seine erste Mahlzeit zu sich. Diese erste Milch ist äußerst wichtig für den Welpen, da sie ihn mit allem versorgt was er braucht."
Nach der Geburt  geht sich die Hündin lösen, danach sollte sie Nahrung bekommen. Zum Beispiel: Fleischbrühe mit Fleisch, Ei und Getreideflocken bringen der erschöpften Hündin neue Energie. Dann wird sie sich sicherlich zu ihren Welpen legen und inmitten ihrer Familie ausruhen."
Die Entleerung des Welpen erfolgt in den ersten Tagen ausschließlich durch das Lecken der Mutter. Tut sie das nicht oder zu wenig, dann kann der Welpe an Verstopfung sterben. Welpen zeigen Unbehagen ganz deutlich durch Wimmern oder Unruhe an. Also ist gründliches Beobachten sehr wichtig.
Die Nabelkontrolle sollte auch nicht vergessen werden. Wenn das Nabelende blaurosa ist, dann ist alles in Ordnung. Wenn es blutet, kann es mit Garn abgebunden werden. Nach 24 - 36 Stunden trocknet die Nabelschnur und fällt ab.

 

 Komplikationen

Manchmal ist es so, dass die Instinkte der Hündin aussetzen und der Züchter muss die Welpen versorgen. Der Züchter öffnet unter der Kehle des Welpen die Eihülle und hält ihn dabei mit dem Kopf nach unten, damit Fruchtwasser aus seinem Maul und Nase ablaufen kann. Die Fruchtblase wird von unten nach oben abgestreift, und die Nabelschnur mit Daumen und Zeigefinger ca. 2 cm vom Ansatz abgequetscht. Aber der Besitzer sollte weiterhin die Hündin animieren, ihre Aufgaben wahrzunehmen, denn sie kann alles am besten.

Wenn der Welpe kein Lebenszeichen gibt, dann eilt die Zeit. Man muss ihn nun mit einem Frotteetuch abrubbeln. Eingedrungenes Fruchtwasser muss aus den Atemwegen heraus, indem man das Neugeborene mit dem Kopf nach unten schüttelt. Sollte das auch nicht geholfen haben, gibt es noch die Möglichkeit das Fruchtwasser abzusaugen. Dabei nimmt man den ganzen Fang des Welpen in den Mund, saugt vorsichtig!!! das Fruchtwasser aus und spuckt es aus. Danach beginnen wir, leicht unseren Atem in den Welpen einzublasen. Hier könnte

Es besteht auch die Gefahr, dass ein toter Welpe den Geburtskanal verstopft oder die Hündin unter Wehenschwdem Welpen auch etwas verdünnter Brandy auf die Zunge gegeben werden, um den Atemreflex anzuregen.äche leidet. Sollte also ein Intervall von 2 Stunden überschritten werden, dann müssen Sie unbedingt den Tierarzt rufen.

 Eine Angst vor einer Steißgeburt (Hinterendlage) ist unbegründet, da sehr viele Welpen so geboren werden. Dabei liegen ihre Extremitäten ganz eng am Körper und erleichtern somit den Geburtsvorgang. Öfter jedoch als die Hinterendlage ist die Vorderendlage bei der der Welpe mit dem Kopf voran das Licht der Welt erblickt .

Auch muss man darauf achten, dass alle Plazenten (also so viele wie Welpen) ausgeschieden werden. Wenn eine im Körper der Hündin verbleibt, kann es leicht zu einer lebensbedrohlichen Lage führen, weil die Plazenta kurz nach der Geburt anfängt zu verwesen. Der Tierarzt gibt dann eine wehenfördernde Spritze und die hängen gebliebene Plazenta wird ausgeschieden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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