Beauty Mandy - Wild Bandit

 

 

Wurmkuren / Impfungen

Bereits im Mutterleib gelangen Larven über das Blut in den Körper der Welpen . Nach der Geburt werden die Welpen zusätzlich über die Muttermilch ständig infiziert . Deshalb ist es sehr wichtig , frühzeitig mit Ihrer Entwurmung zu beginnen . Die erste Wurmkur sollte in der 2. Lebenswoche beim Züchter erfolgen . Bis zu einem Alter von 16 Wochen sollte der Welpe regelmässig in Abständen von 2 Wochen entwurmt werden ( gleichzeitige Entwurmung der Mutter ) . Ab einem Alter von 4 Monaten empfielt sich eine 1/2 jährige Wiederholung . Entwurmen ist ebenso wichtig wie regelmässiges Impfen , da durch Würmer der Hund in seiner Körperlichen Entwicklung stark beeinträchtigt wird und übermässiger Wurmbefall sogar zum Tode des Hundes führen kann . Die erste Schutzimpfung gegen : Staupe , Hepatitis , Leptospirose , Parvovirose ( SHLP ) und Zwingerhusten sollte ein Welpe im Alter von 6 Wochen beim Züchter erhalten . Im Alter von 12 Wochen wird die 1. Kombinationsimpfung gegen : Staupe , Hepatitis , Leptospirose , Parvovirose ( SHLP ) und Zwingerhusten wiederholt plus Tollwut . Die Kombinationsimpfung sowie die Tollwutimpfung muss jährlich wiederholt werden , um den Hund vor Krankheiten zu schützen . !!! Wichtig : Vor jeder Impfung sollte der Hund gesund und frei von Würmern und Ungeziefer sein !!! Eine Entwurmung vor jeder Impfung wird dieses vermeiden . 

Infektionskrankheiten des Hundes

Staupe
Die Hundestaube wird durch ein Virus verursacht . Die Infektion erfolgt meist von Hund zu Hund , aber auch indirekt über Gegenstände wie Schuhe , Kleider , Näpfe und andere .
Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber , Augenausfluss und Nasenausfluss , zunächst wässrig , später eitrig . Die Hunde fressen nichts mehr und sind sehr apathisch . Im weiteren Verlauf der Infektion kommt es zu verschiedenen Verlaufsformen :
 
Darmstaupe
Die Hunde leiden an fast unstillbarem Durchfall , an starkem Erbechen . Eine Austrocknung ist die Folge .
 
Lungenstaupe
Starker , quälender Husten , eitriger Nasen- und Augenausfluss und Lungenentzündung sind festzustellen .
 
Nervenstaupe
Die Tiere leiden unter leichten bis schweren Krämpfen und Lähmungen , teilweise mit Verlust des Bewusstseins . Die Sterblichkeit bei einer Staupeerkrankung ist insbesondere bei Jungtieren ungeimpfter Elterntiere sehr hoch . Falls Staupe überlebt wird , behalten die Hunde nicht selten lebenslängliche Schäden wie Zahnschmelzdefekte ( Staupegebiss ) , spröde , rissige Pfoten ( Hard pad disease ) und neurologische Störungen zurück .
 
Hepatitis
Der korrekte Name ist Hepatitis contagiosa canis , HCC oder ansteckende Leberentzündung der Hunde . Diese Krankheit ist ebenso gefährlich wie die Staupe und wird duch ein Adenovirus verursacht .
Die Infektion erfolgt auf dem gleichen Weg wie die Staupe . Die Symtome ähneln v.a. am Beginn der Krankheit denen der Staupe : Fieber , Appetitlosigkeit , Bauchschmerzen . Viele Hunde v.a. Welpen sterben schon in dieser Krankheitsphase .
Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es besonders bei älteren Tieren zu Erbrechen , Durchfall , Mandelentzündung , Rachenentzündung und Bindehautentzündung . Wenn die Krankheit überlebt wird , bleiben als Dauerschäden Trübungen der Augenhornhaut zurück , die zur Erblindung führen kann .
 
Leptospirose
Auch die Leptospirose ist eine gefährliche Erkrankung der Hunde , die auch unter dem Namen " Stuttgarter Hundeseuche " oder " Weilsche Krankheit " bekannt ist . Erreger sind die Bakterien Leptospra canicola und Leptospira icterohaemorrhagiae , letzteres ist auch für den Menschen gefährlich . Ansteckungsquelle sind Hunde , Ratten , Mäuse und andere Tiere sowie verschmutzte Teiche , Tümpel , Gräben und Sümpfe .
Die Krankheit beginnt mit Müdigkeit und schwankendem Gang , der besonders das Springen und Treppensteigen schwierig macht . Danach kommt es zu Fieber , Appetitlosigkeit , Erbrechen , Durchfall . Leber und Niere werden durch die Krankheit geschädigt . Nicht wenige Hund sterben . 
 
Parvovirose
Der Erreger , das Parvovirus des Hundes hat sich vor ca. 25 Jahren vermutlich aus dem Erreger der Panleukopenievirus der Katze entwickelt . Aus diesem Grund wird die Hundeparvovirose oft auch als Katzenseuche des Hundes bezeichnet , obwohl Katzen heutzutage nichts mehr mit dieser Krankheit zu tun haben und auch nicht die Krankheit übertragen können .
Die Erreger sind gegebüber Umwelteinflüssen sehr widerstandsfähig und können deshalb nicht nur von Hund zu Hund sondern auch von Mensch und leblosen Gegenständen übertragen werden . Besonders in Hundehütten aus Holz o.ä. kann sich das Virus jahrelang halten .
Die Erkrankung kann , besonders bei Welpen extrem rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen . Vornehmlich treten jedoch Entzündungen des Magens und des Darmes auf . Nach anfänglichem Fieber zeigen die Hunde fast unstillbares Erbrechen und wässrigen , teilweise blutigen Durchfall . Die Tiere fressen nichts , verlieren durch das Erbrechen und den Durchfall schnell Flüssigkeit , was schliesslich sehr häufig zum Tod führt .
 
Zwingerhusten
Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit , das bedeutet , dass mehrere ungünstige Ursachen zusammentreffen müssen , damit die Krankheit ausbricht . Zum einen sind es verschiedene Erreger , insbesondere Bordetellen ( Bakterien ) und Parainfluenzviten . Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit , Durchzug und Kälte . Ausserdem wird der Zwingerhusten durch eine intensive Hundhaltung ( ohne Besatzdichte , häufig wechselnde Zusammensetzung der Gruppen ) begünstigt . Die geschwächten und gestressten Hund infizieren sich gegenseitig durch Kontakt . Aber auch einzeln gehaltene Hunde können sich anstecken , z.B. beim täglichen Spaziergang .
Die Erkrankung beginnt meist mit klaren Nasen- und Augenausfluss und quälendem trockenem Husten . Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt , verschlimmert sich der Zustand bis hin zur Lungenentzündung . Selten ist der Zwingerhusten tödlich ; doch kann sich die Erkrankung auch unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen . 
 
Tollwut
Die Tollwut ist für alle Säugetiere und damit auch für den Mensch eine absolut tödliche Krankheit . Der Erreger ist ein Rhabdovirus und wird bei unseren Haustieren nahezu ausschliesslich durch den Biss infizierter Füchse übertragen . Das Virus dringt durch den Biss in den Körper ein und wandert innerhalb von Wochen bis Monaten entlang der Nerven zum Gehirn . Die Folgen sind Aggressivität , Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen . Fortschreitende Ruhelosigkeit , Gleichgewichtsstörungen , gefolgt von Krämpfen und Lähmung führen schliesslich zum Tod .
Menschen infizieren sich seltener an Füchsen als an infizierten Hunden und Katzen . Dies unterstreicht die Dringlichkeit der Tollwutimpfung dei Hunden und Katzen . Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen , die der staatlichen Kontrolle durch die Veterinärämter unterliegt .
Behandlungsversuche bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren sind streng verboten ; Tollwutverdacht besteht auch schon wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigem Tier nur vermutet wird . In einem solchen Fall kann vom Amtstierarzt sogar die Tötung angeordnet werden , es sei denn , Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft .
 
Parasiten bei Haustieren - Würmer 
Würmer stellen für Haustiere ein immer wiederkehrendes Gesundheitsrisiko dar . Wurmbefall ist bei Hunden weit verbreitet . Oft sehen Sie dies dem Hund nicht an . Sichtbare Symptomen eines Wurmbefalls gehöhren Erbrechen , Durchfall , Verstopfung , Gewichts- , Konditionsverlust , Schuppen , Juckreitz , Haarausfall , ein struppiges Fell .
Meist sind Würmer nicht direkt zu sehen , sondern man kann nur im Kot durch eine Untersuchung die Wurmeier nachweisen . Legiglich Bandwürmer stossen ihre Glieder regelmässig ab , die dann im Kot als weisse , reiskorngrosse , bewegliche Gebilde zu erkennen sind .
Weil man die Stärke der Verwurmung eines Hundes nicht sicher erkennen kann , empfiehlt es sich , eine regelmässige Wurmbehandlung mit geeignete Entwurmungsmitteln , vom Tierarzt , durchzuführen .
 
Flöhe
Flöhe sind wohl die wichtigsten Parasiten , etwa 80% aller Tiere mit Hautprobleme haben ein Flohproblem . Flöhe kommen sehr häufig vor , übertragen Bandwürmer und verursachen häufig Hautkrankheiten .
Floharten von Bedeutung : Katzenfloh ( Ctenocephalides felis )
                                                   Hundefloh ( Ctenocephalides Canis )
                                        Menschenfloh ( Pulex irritans )
Dabei sind Flöhe nicht so sehr wirtsspezifisch , Katzenflöhe kommen beim Hund vor , Hundeflöhe auf Katzen ( selten ) und Menschenflöhe auf dem Hund . Andere Flöhe ( von Igeln , Kaninchen , Ratten .... ) kommen seltener vor . Tierflöhe befallen auch Menschen und saugen Blut .
Mit blossem Auge können Flöhe nicht unterschieden werden , selbst unter dem Mikroskop sehen sie sich sehr ähnlich .
 
Flohzyklus
Abhängig von den klimatischen Bedingungen dauert der Flohzyklus 3 Wochen bis 2 Jahre ! Das Flohweibchen legt auf dem Wirtstier ( Hund ) 3-18 Eier ab , die sich in mindestens 3 Wochen zum erwachsenen Floh weiterentwickeln . Ein Flohweibchen wird ca. 1-2 Jahre alt und in dieser Zeit 500 Eier legen ! Erwachsene Flöhe können bis zu 3 Monaten ausserhalb des Wirts überleben . Etwa 95% der Flöhe leben in der Umgebung des Tieres !
 
Schadwirkung
Flöhe können Bandwürmer auf Hunde übertragen !!!
Direkte Schadwirkung : Hunde zeigen bei Flohbefall häufig Juckreitz , besonders stark im Bereich vor dem Schwanzansatz und an den Hinterbeinen . Bei Massenbefall kann es selten zur Blutarmut kommen .
 
Flohspeichelallergie
Eine Flohspeichelallergie entwickelt sich häufig , Hunde zeigen dann eine Hautentzündung v.a. im Bereich der Kruppe , der Hinterbeine und Bauchunterseite . Die Haut zeigt rote Papeln , Haarlosigkeit und wird bei längerer Dauer schwarz und lederartig .
 
Diagnose
Nachweis von Flöhen oder Flohkot werden am einfachsten mit einem speziellen Flohkamm ( nicht zum entfernen von Flöhen ) entdeckt . Eine Flohallergie kann zumindest beim Hund durch einen Intrakutantes oder Bluttest festgestellt werden .
 
Behandlung
Flöhe sind aufgrund ihrer Biologie und ihrer zunehmenden Resistenz gegenüber vielen Medikamenten schwer zu behandeln . Bei Tieren die sich in der Wohnung aufhalten , ist es entscheidend , ausser den Flöhen auf dem Tier auch die Jugendformen ( Eier , Puppen , Larven ) ausserhalb der Tiere in ihrer Umgebung ( Wohnung , Zwinger , Box ) zu bekämpfen . Präparate zur Flohbekämpfung , auf dem Tier und auch für Ihre Umgebung , sind bei Ihrem Tierarzt erhältlich . 
 
Zecken
Schadwirkung durch Zecken
Durch das Eindringen des Hypostoms in die Haut des Wirtes ( Hund ) kommt es zu entzündlichen Reaktionen , die durch fast immer mit eingeschleppte bakterielle Erreger kompliziert werden können . Entzündungen grösseren Ausmasses können auch dann auftreten , wenn die Zecke unsachgemäss entfernt wird und Teile der Mundwerkzeuge in der Haut des wirtes verbleiben . Eine entzündliche Reaktion auf den Fremdkörperreiz hin ist hier fast immer die Folge .
 
Durch Zecken übertragene Krankheiten : Borreliose
Der Erreger dieser Krankheit ist Borrelia burgdorferi , welches von verschiedenen Stadien vo Ixodes ricinus ( Holzbock ) übertragen werden kann . Der Erreger befindet sich in Darm und Speicheldrüsen der Zecken und werden während des Saugaktes durch Speichel und gelegentliches Regurgitieren von Darminhalt auf den Wirt übertragen . Die Speichelsekretion und damit die Ausscheidung von pathogenen Erregern beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen der Zecke und erreicht ihren Höhepunkt nach 72 Stunden , daher lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch frühzeitiges Entfernen der Zecke mindern . Die Symptome der Lyme Borreliose sind vielfältig , beim Hund stehen nach anfänglichen Symptomen wie Mattigkeit und Fieber vor allem Lahmheit , Schmerzen , andere Ausfallserscheinungen und als Spätfolgen Gelenkbeschwerden im Vordergrund . Behandelt wird die Borreliose in rechtzeitig erkannten Fällen mit Antibiotika .
 
Bekämpfung der Zecken
Ziel ist es , die Zecke schon vor oder direkt nach Beginn des Blutsaugens zu entfernen ( Zeckenzange ) . Von Bedeutung ist eine vorbeugende Behandlung der Tiere , dazu stehen dem Tierarzt Medikamente ( Sprays , Auftropfpräparate ) zur Verfügung , die meist gleichzeitig eine Wirkung gegen Flöhe besitzen . Wichtig ist ebenfalls , das Hunde mit Krankheitserscheinungen , die vorher von Zecken befallen waren , vom Tierarzt auf Borreliose untersucht werden . Hunde können auch gegen die Borreliose schutzgeimpft werden .
 
HD / Hüftgelenksdysplasie
Um die Krankheit züchterisch bekämpfen zu können , muss die Diagnose einerseits möglichst frühzeitig und andererseits absolut sicher gestellt werden können .
Bereits in den ersten Lebenswochen lässt sich durch Palpations- und Spreitzproben HD - Neigung feststellen .
Diese Proben beruhen im Prinzip darauf , dass die Hüftgelenke extrem gestreckt werden .
Bei gesunden Tieren lässt sich das ohne weiteres durchführen , HD - kranke Tiere zeigen bei diesen Proben eindeutige Schmerzreaktionen .Die sicherste Diagnose ist durch die Röntgenuntersuchung gegeben , die allerdingst erst im Alter von etwa 12 - 15 Monaten eine sichere Aussage erlaubt .
Für die Röntgenuntersuchung wird der Hund bei extrem seitwärts gestreckten Hüftgelenken auf den Rücken gelagert .
Am Röntgenbild werden dan folgende Punkte berücksichtigt :
1. Die Kongruenz des Hüftgelenks - erkenntlich an einem gleichmässigen breiten Gelenksspalt .
2. Der Norberg - Winkel .
Dieser Winkel wird gebildet von der Verbindungslinie der beiden Mittelpunkte des Oberschenkelkopfes einerseits und anderseits durch die Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt eines Oberschenkelkopfes und dem vorderen Rand der Hüftgelenkspfanne .
Dieser Winkel soll bei gesunden Tieren 105° und mehr betragen .
3. Veränderungen an der Hüftgelenkspfanne bzw. Oberschenkelkopf .
Nach dem Befund in diesen 3 Kriterien werden die Tiere in 5 HD - Gruppen geteilt :

 

1. HD - frei

Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne sind konguent , der Gelenksspalt ist eng und gleichmässig .
Der Norberg - Winkel ist 105° oder grösser .
Der vordere Rand der Hüftgelenkspfanne ist scharf oder geringgradig abgerundet . 
 

 2. HD - Verdacht

Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne  sind nicht mehr ganz kongruent , wobei der Norberg - Winkel grösser oder kleiner als 105° sein kann .
Der Rand der Hüftgelenkspfanne erscheint nicht mehr ganz scharf .
 

3. Leichte HD

Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne sind deutlich inkongruent , der Norberg - Winkel beträgt zwischen 100° und 105° .
Der vordere Rand der Hüftgelenkspfanne ist geringgradig abgeflacht , es zeigen sich geringgradige Anzeichen von arthrotischen Veränderungen der Hüftgelenkspfanne . 
 

4. Mittlere HD

Starke Inkongruenz zwischen Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne bereits mit Subluxation ( Verschiebung des Oberschenkelkopfes aus seiner normalen Position ) .
Norberg - Winkel grsser als 90° .
Deutliche Abflachung des voderen Randes der Hüftgelenkspfanne und deutlich arthrotischen Merkmale ( Auflagerungen auf den Gelenksflächen ) . 
 

5. Schwere HD

Auffallende Dysplasie ( Verformung ) des Hüftgelenks , Norberg - Winkel ist kleiner als 90° , Subluxation bis Luxation des Oberschenkelkopfes , deutliche Abflachung des vorderen Randes der Hüftgelenkspfanne , Deformation des Oberschenkelkopfes . 

 

 

 

 

Diagnose : HD !

HD ist die Abkürzung für Hüftgelenksdysplasie ( Dysplasie = Bildungsstörung ) .
Jedes Hüftgelenk , egal ob HD - geschädigt oder nicht , ist quasi ein Kugelgelenk .
Der Kugelförmige Kopf des Oberschenkelknochens wird dabei von der Gelenkpfanne des Beckenknochens umfast .
Bei HD - geschädigten Hunden ist die Hüftpfanne abgeflacht und / oder der Oberschenkelkopf ist verkleinert und / oder verbreitert ; damit passen die beiden Gelenkflächen nicht mehr optimal zusammen .
Infolge der unzureichenden Stabilität wird ein Umbau der Knorpelschicht angeregt , was aber nicht zu einer ausreichenden Stabilität führt , mehr noch , durch diesen Umbau kann es auf den Gelenkflächen zu Aufrauhungen und Unebenheiten , Artrose , kommen .
Diese Schädigungen des Hüftgelenks können unter Umständen zu Schmerzen führen .
Typische Symptome sind z.B. spontane Lahmheit , erschwertes Hinsetzen und Aufstehen sowie verminderte Aktivität ; bei gut trainierten Hunden mit ausreichender Muskulatur können die Symptome unterdrückt sein .
Die sichere Diagnose kann aber nur durch eine Röntgenuntersuchung festgestellt werden ( im Alter von 12 - 15 Monaten oder evtl. früher beim Verdacht auf HD ist " Vorröntgen " ratsam ) .
Der Schweregrad der HD wird dabei üblicherweise in fünf Kategorien eingeteilt , wobei sowohl eine ale auch beide Hüftgelenke von HD betroffen sein können .
1. nicht sichtbar ( " frei " : 0 oder A )
2. kaum sichtbar ( " Verdacht " : V oder B )
3. leicht ( L oder C )
4. mittel ( M oder D )
5. schwer ( S oder E ) 
Warum bekommt ein Hund HD ? - HD ist eine degenerative Erbkrankheit , aber auch von individuellen Faktoren abhängig !
Umwelteinflüsse und Halungsfehler können den Grad ihrer Ausprägung beeinflussen , nicht aber die Anlage selbst .
HD betrifft die meisten Hunderassen .
Bei Prädisposition von HD kommt es im Wachstum des Welpen durch die höheren Entwicklungsgeschwindigkeiten von Muskulatur und Fettgewebe im Gegensatz zu Knochen- und Bindegewebe zur Ausbildung von HD , d.h. die Gewichtsbelastbarkeit von Knochen und Gelenken kann nicht mit der schnellen Gewichtszunahme des Welpen Schritt halten .
Die Gelenke eines Welpen sind keineswegs hart und fest , vielmehr sind sie anfangs überwiegend weich und knorplig . 
Der HD kann auf zwei Wegen entgegengewirkt werden :
1. durch züchterische Massnahmen und
2. durch den Besitzer des Welpen .
Zu Punkt 1 : Durch konsequente Selektion geeigneter Zuchthunde und Verpaarungen lässt sich das Ausmass des HD - Befalls einer ganzen Rasse vermindern .
Restriktionen seitens des Verbandes sollten diese Auswahl unterstützen :
Die Zuchttauglichkeit sollte nur den Hunden zustehen , die HD - frei oder HD - fast normal auftreten .
Weiterhin sollte bei der Zucht einer Rasse darauf geachtet werden , dass Hunde hervorgebracht werden , deren Wachstumsgeschwindigkeit der Körperkonstitution " angepasst " ist .
Zu Punkt 2 : Diese Massnahmen können nur den einzelnen Hund und nicht eine ganze Rasse betreffen .
Wichtigste Massnahme ist eine knappe , aber ausgewogene Ernährung ( " der Hund sollte eine Taile haben und das in jedem Alter ! " ) .
Des weiteren ist das Treppensteigen und das Motivieren zum überspringen von Hindernissen zu vermeiden ; das Laufen am Fahrrad sollte erst ab dem 15. Lebensmonat erfolgen .
Wenn schwere HD vorliegt , kann der Tierarzt medikamentäs ( z.B. durch Cortison und entzündungshemmende Mittel ) oder operativ ( z.B. " Pecitineus - Myotomie bzw. " Myoektomie " durch Muskelentspannung bzw. Muskeldurchtrennung oder gar ein komplett neues künstliches Hüftgelenk ) Linderung verschaffen .
Bei besonders schweren Fällen von HD bleibt nur das Einschläfern des Hundes als letztes Mittel und sogar schon bei jungen Welpen !

ED / Ellbogendysplasie

Die Ellenbogendysplasie tritt hauptsächlich bei Hunden grosser Rassen während der Hauptwachstumsphase auf ( 4 - 5 Monate ) . Betroffen sind hauptsächlich männliche Tiere , weil Sie i.d.R. schneller wachsen und ein höheres Körpergewicht haben . In den meisten Fällen tritt die ED beidseitig auf . Zusätzlich liegt ähnlich wie bei der Hüftgelenksdysplasie ein genetischer Defekt vor . Als vorbeugende Massnahmen sollte dem Welpen und Junghund ein nicht zu energiereiches Futter verabreicht werden , um die Wachstumsgeschwindigkeit nicht noch weiter zu beschleunigen . Auf Zugabe von Kalk- und Mineralstoffzusätze sollte bei Fütterung von Fertigfutter grundsätzlich verzichtet werden . Ebenso wichtig ist es , dem jungen Hund nicht zu früh körperlich zu belasten . Unter dem Begriff ED werden 3 verschiedene Erscheinungsformen von Ellenbogengelenkserkrankungen zusammen gefasst :

1. Osteo Chondrosis Dissecans ( OCD ) auch Osteochondrose genannt
Während des Wachstums der Röhrenknochen wandeln sich im Normalfall Knorpelzellen an den Gelenkflächen und Wachstumsfugen durch Verkalkung in Knochenzellen um . Durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit wird die Knorpelschicht zu dick und kann nicht schnell genug verknöchern . Die Knorpelzellen an der Grenze zum Knochen sterben ab , so dass Risse im Knorpel entstehen . Gelenkflüssigkeit gelangt in Kontakt mit dem unter dem Knorpel gelegenen Knochen und den abgestorbenen Knorpelzellen , was zu einer Entzündung des Gelenks führt . Durch die Ansammlung der Flüssigkeit im Gelenk ( Gelenkerguss ) wird die Kapsel gedehnt , es entsteht Schmerz und der Hund reagiert mit Lahmheit . Teilweise können sich vom Gelenkknorpel ganze Schuppen ablösen , die in den meisten Fällen an ihrem Platz bleiben , aber auch als freie Gelenkkörper im Gelenk vorliegen können .
 
2. Fragmentierter Processus Coronoideus medialis ulnae ( FCP )
Bei dem Processus coronoideus medialis ulnae handelt es sich um den Kronfortsatz der Elle , welcher bei Hunden grosswüchsiger Rassen erst im Alter von 4 - 5 Monaten verknöchert . Kommt es durch unterschiedliches Längenwachstum von Elle und Speiche zu einer Stufenbildung im Ellenbogengelenk , kann der Kronfortsatz durch überbelastung von der zu langen Elle partiell abbrechen . Gelenkflüssigkeit dringt in den Bruchspalt ein und ruft eine Entzündung , verbunden mit Schmerz und Lahmheit hervor .
 
3. Isolierter Processus Anconeus ( IPA )
Beim Processus Anconeus handelt es sich um einen Knochenvorsprung der Elle , dessen Wachstumsfuge im Alter von 16 - 20 Wochen geschlossen sein sollte . Fehlt diese knöcherne Verbindung , liegt ein Krankheitsbild vor , das zwei Ursachen haben kann :
a) verzögertes Längenwachstum der Elle , dadurch Druckveränderung und Irritationen in der Wachstumsfuge , führt zum Isolierten Processus Anconeus .
b) äussere Einwirkung in Form von übermässiger Belastung während der Wachstumsfuge , führt zur Fragmentierung des Processus Anconeus .
Die betroffenen Hunde zeigen bei allen drei Formen der ED Bewegungsunlust und Lahmheit , oft hervorgerufen durch den Entzündungsbedingten Gelenkserguss . Die Schmerzen steigen mit zunehmender Belastungsdauer und können auch durch passives Beugen und Strecken des Ellenbogens hervorgerufen werden . Die Hunde zeigen oft eine typische Schonhaltung mit nach assen gedrehten Pfoten und Unterarmen und nach innen gedrehten Ellenbogen . Bei allen drei Erscheinungsformen der ED treten als Folgeerscheinungen Arthrosen auf . 
 
Therapiemethoden
In leichten Fällen ohne Auftreten von freien Gelenkkörpern kann die Krankheit durch absolute Schonung und Futterumstellung ausheilen . In schwereren Fällen müssen die freien Gelenkstücke bzw. die abgebrochenen Knochenstücke ( z.B. bei FCP ) operativ entfernt werden . Als alternative Behandlungsform bietet sich bei der ED eine frühzeitige Krankengymnastik sowie die Goldimplantation an .
 
Gründe und Alternative der Kastration
 
Hündin
Verhinderung der Läufigkeit  
Alternative : Hormonbehandlung ( Gestagene )
Beide Methoden unterdrücken die Läufigkeit und verhindern , dass die Hündin scheinträchtig wird .
Kastriete Hündinnen erkranken seltener , hormonbehandelte häufiger an Gesäugetumoren als unbehandelte Hündinnen .
Das Risiko einer Gebärmuttervereiterung ist bei Hormonbehandelten Hündinnen besonders gross und entfällt bei kastrierten Hündinnen völlig .
Mögliche Folgen einer Kastration sind Gewichtszunahme , Harninkontinenz und Fellveränderungen bei langhaarigen Rassen .
Eine Hormonbehandlung darf nicht bei zucker- oder nierenkranken Hunden durchgeführt werden .
 
Gebärmutterentzündungen und vereiterungen
Alternative : keine
Bei der medikamentellen Behandlung der Gebärmuttererkrankung entfällt zwar das Operationsrisiko , sie ist jedoch fast nie erfolgreich .
Im Gegenteil , die Verzögerung der Operation durch vorherige Behandlungsversuche kann für den Hund lebensgefährlich werden , wenn es zu einem Durchbruch des vereiterten Organs in die Bauchhöhle kommt .
 
Geburtsschwierigkeiten
Alternative : Kaiserschnitt
Ein Kaiserschnitt ist bei Zuchthündinnen sinnvoll , die wieder werfen sollen .
 
Scheinträchtigkeit
Alternative : Behandlung mit Hormonen ( Gestagenen )
Spezialpräparaten oder Homöopathika
Die medikamentelle Behandlung der Scheinträchtigkeit ist häufig ausreichend.
Nur in schwerwiegenden Fällen muss kastriert werden , jedoch keinesfalls während einer Scheinträchtigkeit !
Das hierfür verantwortliche Hormon ( Prolaktin ) kann sonst weiterhin ausgeschüttet werden und selbst bei operierten Hündinnen Symptome der Scheinschwangerschaft auslösen .
 
Entartung der Geschlechtsorgane wie Eierstockszysten oder Gebärmuttertumoren
Alternative : Hormonbehandlung ( bei Zysten )
Die Hormonbehandlung führt leider nicht immer zum Erfolg .
In diesen Fällen und bei Entartungen der Geschlechtsorgane muss kastriert werden .
 
Rüde
Hypersexualitüt
Alternative : Hormonbehandlung
Wie die Hündin , so werden auch manche Rüden nach der Kastration etwas ruhiger und manchmal auch dicker .
Gebrauchshunde arbeiten zum Teil konzentrierter und die Gefahr , an Tumoren der Analgegend zu erkranken , sinkt .
In sehr seltenen Fällen können kastrierte Rüden welpenähnliches Fell bekommen .
Zugeführte Hormone ( Testosteron ) und regelmässiges Trimmen schaffen Abhilfe .
 
Kryptorchismus
Alternative : Hormone und Massage ( beim jungen Hund )
Diese Alternativen sind selten erforderlich , daher muss dringend kastriert werden , wenn der Hoden nicht vom Bauchraum in den Hodensack absteigt .
Andernfalls entwickeln sich in fortgeschrittenem Alter sehr häufig Hodentumoren .
 
Hodenkrebs
Alternative : keine
In den meisten Fällen sind die Tumoren gutartig und bilden keine Tochtergeschwulste .
Werden sie nicht operiert , führen sie jedoch häufig zu Prostatavergrösserungen .
 
Vergrösserungen , Tumoren und Zysten der Vorsteherdrüse
Alternative : Östrogen - wirksame Stoffe
Östrogene können beim Hund zu Blutarmut und verminderten Thrombozyten führen .
Daher ist eine Kastration der Hormonbehandlung vorzuziehen .
Bei Tumoren und Zysten muss operiert werden .
 
Und so wird`s gemacht
Während bei der Hündin die Bauchhöhle geöffnet werden muss , wird beim Rüden lediglich ein kleiner Schnitt in der Leiste gemacht , der Hoden durch die Öffnung hindurch geschoben und nach Abbinden der Blutgefässe und des Samenleiters entfernt .
Eine Naht verschliesst die kleine Wunde , die allerdingst häufig bis zur Entzündung beleckt wird , so dass der Rüde zur Sicherheit ein paar Tage mit einem Halskragen verbringen muss .
Bei der Hündin wird ein wenige Zentimeter langer Schnitt unterhalb des Nabels angelegt .
Die Eierstöcke ( Ovarien ) und die Gebärmutter ( Uterus ) werden , nachdem die versorgenden Blutgefässe abgebunden wurden , herausgenommen .
Das Bauchfell , die Muskulatur und die Haut müssen sorgfältig verschlossen werden .
Komplikationen durch Belecken der Wunde sind bei der Hündin glücklicherweise weitaus seltener als beim Rüden . 
 
Kastration oder Sterilisation ?
Sowohl der Rüde als auch die Hündin werden kastriert , nicht sterilisiert .
Dabei werden die Keimdrüsen - beim Rüden also die Hoden , bei der Hündin die Eierstöcke und Gebärmutter - entfernt .
Eine Sterilisation , bei der der Samen - beziehungsweise der Eileiter lediglich abgebunden oder durchtrennt werden , hat sich beim Hund nicht bewährt , weil der Rüde weiterhin sexuell aktiv , die Hündin weiterhin läüfig wird und Hormonstörungen mit ihren Folgeerkrankungen dennoch möglich sind .

 

 

 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 

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